Patientinnen und Patienten sind gefragt: Welche Vor- und Nachteile hat eine bestimmte Behandlungsform?

Sie suchen aufgrund eigener Erfahrungen oder Beobachtungen nach Antworten auf solche Fragen und finden keine? Dann schlagen Sie beim ThemenCheck Medizin Ihr Thema vor, das wissenschaftlich untersucht werden sollte, um Ihre Fragen zu beantworten. Beim ThemenCheck Medizin kann jeder Fragen an die Wissenschaft stellen und Vorschläge für Bewertungen von Untersuchungs- und Behandlungsverfahren einreichen. Das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen sammelt diese Vorschläge und ermittelt in einem  Auswahlverfahren pro Jahr bis zu fünf Themen zur Bearbeitung.

Bei der Themenauswahl wird sowohl die Bürger- und Patientensicht als auch die wissenschaftliche Perspektive mit einbezogen. Das Ergebnis ist dann jeweils eine wissenschaftliche Bewertung von medizinischen Verfahren und Technologien und wird als Bericht veröffentlicht. Das Versicherten und Patientennetzwerk im Kreis Steinfurt, Wilmeresch 6 a, 48565 Steinfurt, unterstützt bei Ausfüllen der entsprechenden Vordrucke.

Abstimmung über Forschung an demenziell erkrankten Personen verschoben

Bündnis 90 / Die Grünen informieren unser Netzwerk

Durch den Druck der Grünen, der Behinderten- und Patientenverbände sowie den Kirchen hat der Bundestag kurz vor der Sommerpause die Abstimmung über die gruppennützige Forschung an nichteinwilligungsfähigen Erwachsenen verschoben. Voraussichtlich in der 38. KW (ab 19.09.16) soll nun die abschließende Debatte sein. Durch das Engagement der Grünen gibt es einen Gruppenantrag der sich für die Beibehaltung der derzeitigen Rechtslage ausspricht. D.h. gruppennützige Forschung ohne individuellen medizinischen Nutzen wird nicht erlaubt. Zu diesem Antrag gibt es jedoch zwei weitere aus der Koalition, die gruppennützige Forschung erlauben wollen – einmal mit ärztlicher Aufklärung im Vorfeld, einmal ohne. Bündnis 90 / Die Grünen wolle die Sommerpause nutzen, um bei den Abgeordneten noch Überzeugungsarbeit zu leisten. Schon jetzt steht allerdings fest, dass die Mehrheit der grünen Bundestagsfraktion für die Beibehaltung der derzeitigen Rechtslage votiert.

Patientennetzwerk fragt zu Demenzpatienten

Abgeordnete gegen klinische Studien

Eine interfraktionelle Gruppe von Abgeordneten will die geplante Ausweitung von Arzneitests an nicht-einwilligungsfähigen Menschen verhindern. Der fraktionsübergreifende Änderungsantrag sieht vor, die bisherige Rechtslage beizubehalten und eine Forschung an Nichteinwilligungsfähigen nur dann zu erlauben, „wenn die Betroffenen einen individuellen medizinischen Vorteil von ihrer Teilnahme haben“.

Bislang ist die sogenannte gruppennützige Forschung bei nichteinwilligungsfähigen Erwachsenen nach deutschem Arzneirecht verboten, wenn der Proband selbst keinen eigenen Nutzen aus der Teilnahme zieht. Der Gesetzentwurf der Regierung will dieses strikte Verbot aufweichen.

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Eingliederungsvereinbarung mit festgelegten Bewerbungsbemühungen muss auch Bewerbungskostenübernahme regeln

Eine zwischen einem Arbeitslosen und dem Jobcenter geschlossene Eingliederungs­vereinbarung, die vorsieht, dass sich der Hilfeempfänger dazu verpflichtet, mindestens zehn Bewerbungs­bemühungen pro Monat zu unternehmen,  ist unangemessen, sofern diese Vereinbarung keine Regelungen zur Übernahme von Bewerbungskosten vorsieht. Dies geht aus einer Entscheidung des Bundes­sozial­gerichts vom 23.06.2016 hervor.

Sobald das Urteil schriftlich vorliegt, kann es hier eingesehen werden.

Versicherte und Patienten brauchen stärkere Stimme

Kreis Steinfurter Netzwerk zur Diskussion bei den Grünen in Berlin

(v. l.) Dr. Ute Sonntag (Patientenvertreterin), Dr. Martin Danner (Bundesarbeitsgemeinschaft Selbsthilfe), Günther Hölling (Verbund unabhängiger Patientenberatung e. V.), Dr. Stefan Etgeton (Bertelsmann Stiftung), MdB Maria Klein-Schmeink (Bündnis 90 / Die Grünen), Dirk Meyer (Beauftragter der Landesregierung NRW für Patientinnen und Patienten), Dorothea Stauvermann, Reiner Krauße und Norbert Klapper (Versicherten- und Patientennetzwerk im Kreis Steinfurt). Als die gesetzliche Krankenversicherung zum ersten Dezember 1884 eingeführt wurde, galt es, die Arbeiterschaft für den Staat zu gewinnen. Wirkliche Mitwirkung der damaligen Beitragszahler war damals nicht gefragt, und auch heute sind wir noch weit davon entfernt. Das beklagt unter anderem das Versicherten- und Patientennetzwerk im Kreis Steinfurt (Kooperationspartner des Paritätischen) – ungehört bislang. Es ist das Verdienst der Bundestagsfraktion Bündnis 90 / Die Grünen sich des Themas Patientenrechte ernsthaft anzunehmen und schon während der gesamten aktuellen Legislaturperiode eine Reihe von Diskussionsforen zu organisieren.  „Die Patientenstiftung – Ein Modell für eine starke Patientenstimme,“ lautete das Thema, zu dem die Bündnis-Grünen jetzt nach Berlin eingeladen hatten. Weiterlesen

Netzwerk stellte sich dem Landrat vor

Bild: Sie sind sicher, gut zusammen zu arbeiten (v. l.): Dorothea Stauvermann, Reiner Krauße, Landrat Dr. Klaus Effing, Norbert Klapper.

Finanziell sind die Versicherten etwa zur Hälfte am Gesundheitssystem beteiligt, gefragt sind sie aber nur, so lange sie noch potenzielle Versicherte sind. Danach sind sie Antragsteller, und nicht selten kommen sie sich als Bittsteller vor. Das war der Anlass für die Gründung    des Versicherten- und Patientennetzwerks im Kreis Steinfurt, das – auf Kreisebene – erste  in der Bundesrepublik. Hervorgegangen ist es aus dem Sozialverband VdK Kreis Steinfurt, der Parkinson Regionalgruppe Kreis Steinfurt und dem Paritätischen im Kreis Steinfurt. Jetzt stellten sich die Akteure beim Steinfurter Landrat Dr. Klaus Effing vor. Die besondere Problemstellung hinsichtlich der ärztlichen Versorgung in einem Landkreis bedurfte keiner langen Diskussion. Die Netzwerker berichteten sodann aus ihrer Arbeit, die einerseits dadurch gekennzeichnet ist, dass man sich aus personellen Gründen grundsätzlich nicht um einzelne Fälle kümmern kann. Weiterlesen