Monatsarchive: Juni 2012

Netzwerk in Berlin vorgestellt

Bild: Für das Versicherten- und Patientennetzwerk im Kreis Steinfurt  gab Norbert Klapper anlässlich des Hauptstadtkongresses 2012 „Medizin und Gesundheit“ im ICC Berlin die Visitenkarte ab. Dorothea Stauvermann, Reiner Krauße und Norbert Klapper vom Versicherten- und Patientennetzwerk im Kreis Steinfurt staunten schon, als sie vor wenigen Wochen von der Deutschen Gesellschaft für bürgerorientiertes Versorgungsmanagement die Einladung erhielten, das Netzwerk im Rahmen des Hauptstadtkongresses 2012 „Medizin und Gesundheit“ vorzustellen. Besteht das Netzwerk schließlich erst seit Ende vorigen Jahres und dass seine erste Vorstellung außerhalb des Kreises Steinfurt gleich in der Bundeshauptstadt erfolgen würde, hatte man nicht auf dem Plan.

Weil das Projekt damit aber schlagartig bundesweit eine gewisse und mittelfristig ohnehin angestrebte Bekanntheit erlangen würde, stand die Annahme der Einladung nicht in Frage. Wegen einer langfristig geplanten Veranstaltung, die am gleichen Tag in Burgsteinfurt stattfand und an der Dorothea Stauvermanns und Reiner Kraußes Anwesenheit unverzichtbar war, übernahm Norbert Klapper die Aufgabe. Im Internationalen Congress Centrum Berlin war das im Kreis Steinfurt bestehende Netzwerk nur eines von mehr als zweihundert Themen des dreitägigen Kongresses. Weiterlesen

Patientenbedürfnisse in der Bedarfsplanung besser berücksichtigen

­Eine patientenorientierte Neuplanung der ärztlichen Versorgung forderten die Patientenvertreter im Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA) heute in Berlin. Sie wollen sich mit einer eigenen Position an der Diskussion um eine neue Bedarfsplanungs-Richtlinie des G-BA beteiligen.

„Wir brauchen einen grundlegenden Perspektiven­wechsel: Die Bedürfnisse von Patientinnen und Patienten müssen endlich Eingang finden in die Planung des Bedarfs an Ärzten. Bei der bestehenden Bedarfsplanung bestehen große Ungerechtigkeiten“, sagte Ursula Faubel, Sprecherin der Patientenvertretung im Unterausschuss Bedarfsplanung des G-BA.

So werde unter anderem außerhalb der großen Städte bei den meisten Arztgruppen eine viel geringere Arztdichte für angemessen erklärt als in den Ballungsgebieten, kritisieren die Patientenvertreter. „Primärärzte müssen wohnortnah erreichbar sein“, forderte Faubel. Weiterlesen

Trägerschaft von Krankenhäusern nur zweitbeste Lösung

Die Vertreter des Versicherten- und Patientennetzwerks im Kreis Steinfurt befürworten Medizinische Versorgungszentren in der Trägerschaft von Krankenhäusern als „zweitbeste Lösung“ bisher ungelöster Versorgungsfragen (v. l.) Dorothea Stauvermann, Reiner Krauße,  Dirk Schmedding (Marienhospital Borghorst) und Norbert Klapper.

Als Ärzte im Raum Steinfurt ein Medizin- und Therapiezentrum gründen wollten, das auch physiotherapeutische Leistungen anbieten sollte, wurden Dorothea Stauvermann (Sozialverband VdK), Reiner Krauße (Parkinson Regionalgruppe Kreis Steinfurt) und Norbert Klapper (Paritätischer) hellhörig. Sie befürchteten, dass die verordnenden Ärzte Patienten „nahe legen könnten“, ihr Therapiezentrum aufzusuchen. Das geplante Projekt führte schließlich Ende 2011 zur Gründung des Versicherten- und Patientennetzwerks im Kreis Steinfurt.

Als bekannt wurde, dass das Marienhospital in Steinfurt-Borghorst die Trägerschaft für ein Medizinisches Versorgungszentrum (Bauhaus MVZ GmbH) übernommen hatte, stellte sich die Frage, ob auch dafür wirtschaftliche Interessen ausschlaggebend waren, im Klartext ausgedrückt, ob sich das Überweisungsverhalten der Ärzte des MVZ auch nach der Anzahl freier Betten im Marienhospital richten könnte. Weiterlesen