Monatsarchive: Juli 2012

Versicherte und Patienten stärken

(v. l.) Heinz Bauer (Mitarbeiter im Abgeordnetenbüro), MdB Kathrin Vogler, Norbert Klapper, Reiner Krauße und Dorothea Stauvermann vom Versicherten- und Patientennetzwerk im Kreis Steinfurt.Der Information über das Versicherten- und Patientennetzwerk im Kreis Steinfurt diente der Besuch von Dorothea Stauvermann, Reiner Krauße und Norbert Klapper bei MdB Kathrin Vogler (DIE LINKE) in ihrem Emsdettener Büro. Die stellvertretende Vorsitzende des Gesundheitsausschusses des Deutschen Bundestages interessierte sich besonders für die Hintergründe des Zustandekommens des Netzwerkes, seine Arbeitsweise und seine Stellung. „Wo immer man hinschaut, in den Organisationen, die Versicherten- und Patienteninteressen zu vertreten vorgeben, haben sie tatsächlich meistens gar nichts zu sagen,“ stellte Kathrin Vogler fest. Dass das beim Netzwerk im Kreis Steinfurt ganz anders ist, davon konnte sich die Abgeordnete schnell überzeugen und auch von dessen rechtlicher und wirtschaftlicher Unabhängigkeit. Es sei bisher kein Weg erkennbar, wie Versicherte- und Patienten ihre Interessen auf demokratisch legitimierte Weise vertreten können. Deshalb begrüße sie die Initiative im Kreis Steinfurt als einen ersten Versuch, etwas in Bewegung zu setzen, was sich bislang allein auf die Grundrechte der Vereinigungsfreiheit und der freien Meinungsäußerung stützt. Die Vertreter des Netzwerkes betonten, ihnen sei es ganz wichtig, dass die vielen Möglichkeiten, sich im Gesundheitswesen unrechtmäßig zu bereichern, ausgedünnt werden. Weiterlesen

Tiefschwarzes Kapitel deutscher Geschichte Versicherten- und Patientennetzwerk nahm an Bildungsreise teil

Die überwiegende Anzahl der Plätze einer politischen Bildungsreise nach Berlin hatte MdB Kathrin Vogler (vordere Reihe 4. v. l.) dem Versicherten- und Patientennetzwerk im Kreis Steinfurt zur Verfügung gestellt. Die Teilnehmer kamen aus dem gesamten Kreisgebiet.Ein Programm, das die Bezeichnung politische Bildungsreise verdient, bekamen die Teilnehmer einer solchen viertägigen Reise geboten, zu der MdB Kathrin Vogler (DIE LINKE) nach Berlin eingeladen hatte. Ein Programmpunkt so interessant wie der nächste, aber was man im ehemaligen Lager Schöneweide, eins von 3000 Lagern im Berliner Stadtgebiet, zu sehen und zu hören bekam, gehört zu den tiefschwarzen Kapiteln deutscher Geschichte, und es beschämte nicht nur, sondern löste auch die Frage aus, warum die NS-Zwangsarbeit im Gegensatz unter anderem zu den Verbrechen, die in Konzentrationslagern begangen worden waren, in der Nachkriegszeit vergleichsweise selten Thema war. Die Antwort: Die Täter lebten noch, und breite Teile der Bevölkerung zählten dazu, oftmals ohne Nazis gewesen zu sein. Noch heute verschweigen viele ihr Wissen aus Scham. Weiterlesen