Monatsarchive: September 2012

Wie gut sind Ärzte-Netzwerke?

Ein Fernsehbeitrag des WDR, Lokalzeit Münsterland vom 20.09.2010.

Auftaktkundgebung „umfairteilen“

Das Bündnis „umfairteilen“, das u. a. die Katholische Arbeiterbewegung, der Paritätische, der Sozialverband VdK, die Arbeiterwohlfahrt, der DGB, die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaften, Verdi und attac geschlossen haben, setzt sich dafür ein, Reichtum und Finanzspekulationen stärker zu besteuern.

Zur Auftaktkundgebung am 29.09.12 in Bochum wird ein Bus eingesetzt. Die Mitfahrt ist kostenlos. Abfahrtzeiten: 09.15 Uhr Busbahnhof Ibbenbüren, 09.45 Uhr Bahnhof Rheine, 10.05Uhr Bahnhof Emsdetten. Mitfahrgelegenheit ab Burgsteinfurt nach Absprache. Der Antritt der Rückfahrt ist für 16 Uhr geplant.

Anmeldungen bis 26.09.12 unter klapper-norbert@web.de oder Tel. 02551/1828628 (bitte unbedingt Telefonnummer auf den Anrufbeantworter sprechen).

WDR greift Kritik auf

Katja Bothe (WDR) befragte Norbert Klapper.Die Kritik des Versicherten- und Patientennetzwerks im Kreis Steinfurt an Ärzten, die sich an Unternehmen von Leistungserbringern, z. B. Physiotherapeuten, beteiligen oder sich zur Gründung solcher Unternehmen zusammenschließen, um dadurch Einkünfte zu erzielen, die sie durch ihr Verordnungs- und Zuweisungsverhalten selbst maßgeblich beeinflussen können (siehe Artikel „Hirntot nicht tot“) hat der WDR (3. Fernsehprogramm) aufgegriffen. Am 17.09.12 war der WDR zum Interview beim Netzwerk. Gesendet wird der Beitrag nach bisheriger Planung am Donnerstag, 20.09.12, 19.30 Uhr, im Programm „Lokalzeit.“

Therapiegerechtes Verhalten Voraussetzung für verminderte Belastungsgrenze

Solidargemeinschaften wie unsere Krankenversicherungen es sind, basieren auch auf dem Gedanken der Mitverantwortung der Beteiligten, also der Versicherten und Patienten. In § 1 des Sozialgesetzbuchs V (SGB V) heißt es:

„Solidarität und Eigenverantwortung
Die Krankenversicherung als Solidargemeinschaft hat die Aufgabe, die Gesundheit der Versicherten zu erhalten, wiederherzustellen oder ihren Gesundheitszustand zu bessern. Die Versicherten sind für ihre Gesundheit mitverantwortlich; sie sollen durch eine gesundheitsbewußte Lebensführung, durch frühzeitige Beteiligung an gesundheitlichen Vorsorgemaßnahmen sowie durch aktive Mitwirkung  an Krankenbehandlung und Rehabilitation dazu beitragen, den Eintritt von Krankheit und Behinderung zu vermeiden oder ihre Folgen zu überwinden. Die Krankenkassen haben den Versicherten dabei durch Aufklärung, Beratung und Leistungen zu helfen und auf gesunde Lebensverhältnisse hinzuwirken.“

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Volles Patientenstimmrecht im Gemeinsamen Bundesausschuss

Wir fordern:

Volles Patientenstimmrecht im Gemeinsamen Bundesausschuss

Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) ist ein Gremium der gemeinsamen Selbstverwaltung von Ärzten, Krankenhäusern und Krankenkassen. Während der Gesetzgeber den Rahmen vorgibt, ist es die Aufgabe der Selbstverwaltung, diesen Rahmen auszufüllen und für die alltagspraktische Umsetzung der gesetzlichen Vorgaben zu sorgen. Die gesetzliche Grundlage dafür ist der § 92 des SGB V.

Die vom G-BA beschlossenen Richtlinien haben den Charakter untergesetzlicher Normen, das heißt, sie gelten für die gesetzlichen Krankenkassen, deren Versicherte und die behandelnden Ärztinnen und Ärzte sowie andere Leistungserbringer und sind für diese verbindlich. Weiterlesen

Hirntot nicht tot

Aktuelle gesundheitspolitische Fragen diskutiert
Foto: (v. r.) Reiner Krauße,  Dorothea Stauvermann und Norbert Klapper vom Versicherten- und Patientennetzwerk im Kreis Steinfurt pflegen und nutzen den für sie besonders wertvollen Kontakt zu der in Emsdetten wohnhaften Gesundheitspolitikerin MdB Kathrin Vogler.Auch im Kreis Steinfurt sind Tendenzen zu beobachten, dass sich Ärzte an Unternehmen von Leistungserbringern, z. B. Physiotherapeuten, beteiligen oder sich zur Gründung solcher Unternehmen zusammenschließen, um dadurch Einkünfte zu erzielen, die sie durch ihr Verordnungs- und Zuweisungsverhalten selbst maßgeblich beeinflussen können. Dann geht es also nicht mehr nur um das Wohl des Patienten, sondern auch um wirtschaftliche Interessen der (bislang nur wenigen) Ärzte, die sich insoweit beteiligen. Diese Entwicklung ist alles andere als im Interesse der Patienten, weshalb sich das Versicherten- und Patientennetzwerk im Kreis Steinfurt an die stellvertretende Vorsitzende des Gesundheitsausschusses des Bundestages, MdB Kathrin Vogler (DIE LINKE), wandte. In dem kurzfristig verabredeten Gespräch teilte die Abgeordnete die Kritik der Versicherten- und Patientennetzwerker. Im Rahmen einer Kleinen Anfrage werde sie sich deshalb an die Bundesregierung wenden und um deren Bewertung bitten, denn nach § 128 Sozialgesetzbuch V ist eine derartige Zusammenarbeit zwischen Leistungserbringern und Vertragsärzten unzulässig. Weiterlesen