Monatsarchive: Oktober 2012

Zusammenarbeit vereinbart

(v. l.) Reiner Krauße, Norbert Klapper und Dorothea Stauvermann vom Versicherten- und Patientennetzwerk im Kreis Steinfurt trafen sich in Bochum mit der Patientenbeauftragten des Landes NRW, Dr. Eleftheria Lehmann, und ihrem Büroleiter Kai Helge Vogel.Anlässlich ihres Besuches bei Landesgesundheitsministerin Barbara Steffens hatte sie den Vertretern des Versicherten- und Patientennetzwerks im Kreis Steinfurt nahe gelegt, Kontakt zur gerade berufenen ersten Patientenbeauftragten des Landes NRW, Dr. Eleftheria Lehmann, aufzunehmen. Nun, da Dr. Lehmann und ihre Mitarbeiter die Arbeit an ihrem Sitz auf dem Gesundheitscampus in Bochum aufgenommen haben, fand dort die erste Begegnung statt.

Im Rahmen eines zweistündigen Gespräches stellte sich heraus, dass man ganz überwiegend identische Ziele verfolgt. Aufgabenteilung in der Pflege, Versorgung im ländlichen Bereich durch Ärzte und Apotheker, Förderung der Gesundheitskompetenz und Telemedizin waren einige der Themen, über die ein Austausch stattfand. In ihrer erst kurzen Amtszeit, so berichtete die Patientenbeauftragte, hätten sie Eingaben zur Ablehnung von Leistungen seitens der Krankenkassen erreicht, aber auch zu Behandlungsfehlern, zu Individuellen Gesundheitsleistungen (IGeL), zu unvorbereiteten Entlassungen aus dem Krankenhaus, und allseits werde Klage über zu viel Bürokratie geführt, auch auf Seiten der Patienten.

Wie und auf welchen Gebieten eine Zusammenarbeit möglich ist, wurde abgeklopft und in der Gewissheit, einen ganz wichtigen Kontakt hergestellt zu haben, versicherten die Gesprächsteilnehmer, sich auf die gemeinsame Arbeit zu freuen.

Gespräch mit MdB Claudia Bögel (FDP)

Die unterschiedlichen Zahlen bezüglich der psychotherapeutischen Versorgung im Kreis Steinfurt und in Münster fand auch MdB Claudia Bögel bemerkenswert. Hinter ihr (v. l.) Norbert Klapper, Dorothea Stauvermann und Reiner Krauße vom Versicherten- und Patientennetzwerk im Kreis Steinfurt.MdB Claudia Bögel (FDP) war die Erste, die ein Treffen mit Vertretern des Versicherten- und Patientennetzwerks im Kreis Steinfurt (Kooperationspartner des Paritätischen) angeregt hatte, und dazu kam es nun. Das Netzwerk war schnell vorgestellt, so dass man einvernehmlich zu aktuellen Themen übergehen konnte. Die Netzwerker betonten einmal mehr, dass ihnen dubiose finanzielle Machenschaften auf dem Gesundheitssektor ein Dorn im Auge sind. Da war man sich ebenfalls schnell einig.

Ein weiteres Gesprächsthema war die psychotherapeutische Unterversorgung in der Fläche, so auch im Kreis Steinfurt. Es helfe nicht weiter, so die Netzwerker, auf schnellere Behandlungsmöglichkeiten in Münster zu verweisen, wo es im Vergleich zu den Einwohnerzahlen fast dreimal so viele Psychotherapeuten gibt, wie im Kreis Steinfurt. Die Probleme seien nämlich der deutlich größere Zeitaufwand für einen solchen Therapeutenbesuch und die damit verbundenen Fahrkosten, die von den Krankenkassen nicht übernommen werden. Eine Psychotherapie ziehe sich im Gegensatz zu dem Besuch eines Facharztes über Monate hin.

Gern hörte Claudia Bögel, dass seitens des Netzwerkes ein Antrag der FDP-Fraktion im nord-rhein-westfälischen Landtag zu freiheitsentziehenden Maßnahmen in der Pflege voll unterstützt wird. Dem Antrag vom 31. Januar 2012 lägen die zutreffenden Analysen zu Grunde, und es würden die richtigen Forderungen mit dem Ziel gestellt, derartige Maßnahmen überflüssig zu machen. Weiterlesen

Dorothea Stauvermann geehrt

(v l.) Heinz Hille, Dorothea Stauvermann, Norbert Klapper.Seit 1997 gehört Dorothea Stauvermann dem Vorstand des VdK-Ortsverbandes Burg-Steinfurt an, und seit 1998 ist sie dessen Vorsitzende. Seit vier Jahren ist sie darüber hinaus stellvertretende Vorsitzende des Sozialverbandes VdK Kreisverband Steinfurt.

Seit über 10 Jahren engagiert sie sich schließlich im Leitungsteam der Parkinson Regionalgruppe Kreis Steinfurt. Der Paritätische NRW, dem sowohl der VdK als auch die Parkinson Regionalgruppe Kreis Steinfurt angehören, zeichnete Dorothea Stauvermann nun für ihre verdienstvollen ehrenamtlichen Tätigkeiten mit der silbernen Ehrennadel aus.

Urkunde und Ehrennadel überreichte der Vorsitzende des Paritätischen im Kreis Steinfurt, Norbert Klapper, in Anwesenheit des stellvertretenden Bürgermeisters der Stadt Steinfurt, Heinz Hille. Zugleich bedankte sich Norbert Klapper im eigenen Namen bei Dorothea Stauvermann für die ebenso harmonische wie konstruktive Zusammenarbeit. Er habe großen Respekt, dass Dorothea Stauvermann neben ihrer Berufstätigkeit und ihren familiären Aufgaben auch noch bereit war, sich in den zurückliegenden zwei Jahren an der Gründung des Versicherten- und Patientennetzwerks im Kreis Steinfurt (Kooperationspartner des Paritätischen) zu beteiligen und dort nun, wie es ihre Art ist, an der Bewältigung der inzwischen laufenden Arbeit aktiv mitwirkt.

Patienten sollen unerwünschte Arzneimittelwirkungen melden

Ein neues Meldesystem für unerwünschte Arzneimittelwirkungen (UAW) haben das Paul-Ehrlich-Institut (PEI) und das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizin­produkte (BfArM) vorgestellt. Es soll dazu beitragen, dass Patienten und Verbraucher sich stärker an der sogenannten Pharmakovigilanz beteiligen.
Hintergrund sind europaweite Änderungen im Bereich der Pharmakovigilanz vom Dezember 2010. Eine entsprechende EU-Richtlinie sieht vor, dass Patienten und Verbraucher der zuständigen Behörde UAW-Verdachtsfälle direkt melden, ohne dass hierfür die Bestätigung durch Angehörige eines Gesundheitsberufes notwendig wird. Die neue Gesetzgebung will zum einen die Rechte von Patienten fördern und andererseits ihre Erfahrungen im Hinblick auf die Verträglichkeit von Arzneimitteln nutzen.
In der heute gestarteten Testphase des gemeinsamen Projektes von PEI und BfARM wird ein vereinfachter UAW-Meldeweg durch Patienten erprobt, um eine schnelle Erfassung und Analyse der Berichte zu ermöglichen. Weiterlesen

Netzwerk stellte sich Jens Spahn vor

Man kennt sich seit Jahren. Dennoch trafen sich in seinem Ahauser Büro MdB Jens Spahn (CDU) sowie Dorothea Stauvermann, Reiner Krauße und Norbert Klapper vom Versicherten- und Patientennetzwerk im Kreis Steinfurt, um genau darüber zu sprechen. Die Entstehungsgeschichte, die damit begann, dass Ärzte sich zusammenschlossen, um in Burgsteinfurt eine physiotherapeutische Praxis mitzubegründen, war schnell geschildert. Jens Spahn, gesundheitspolitischer Sprecher seiner Fraktion im Bundestag, fand deutliche Worte der Kritik an Machenschaften im Gesundheitswesen, sich auf fragwürdige beziehungsweise eindeutig unrechtmäßige Weise Zusatzeinkommen zu verschaffen. Und er begrüßte, dass sich endlich auch mal Versicherte und Patienten als unmittelbar Betroffene mit dem Thema beschäftigen. Die Netzwerker bekräftigten, sie würden auch künftig Patienten dringend davon abraten, Therapieeinrichtungen aufzusuchen, an den Ärzte wirtschaftlich beteiligt sind, ob sie nun Novotergum oder „Projekt Bewegung“ heißen. Weiterlesen