Monatsarchive: Februar 2014

Zuschlag für Pflegeleistungen in familiärer Wohngruppe

Seit dem 01.11.2012 haben pflegebedürftige Menschen, die in einer ambulant betreuten Wohngruppe mit mindestens drei pflegebedürftigen Personen leben und Leistungen bei häuslicher Pflege für eine im Haushalt tätige Pflegekraft erhalten, einen Anspruch auf einen pauschalen Zuschlag in Höhe von 200 Euro. Voraussetzung ist, dass das gemeinschaftliche Wohnen dem Zweck der gemeinschaftlich organisierten pflegerischen Versorgung dient. Das ist nach einer aktuellen Entscheidung des Sozialgerichts Münster auch dann der Fall, wenn pflegebedürftige Eltern und ein pflegebedürftiges Kind in einem Familienverbund leben und Leistungen der häuslichen Pflege durch die ebenfalls im Haushalt lebende Schwiegertochter erbracht werden. Das Gericht widersprach damit der in einem gemeinsamen Rundschreiben des Spitzenverbandes der Pflegekassen der Gesetzlichen Krankenversicherungen vertretenen Auffassung.

Das vollständige Urteil finden Sie hier: Sozialgericht Münster, S 6 P 16613

Schmerzensgeld aufgrund von MRSA-Infektion

Schmerzensgeld in Höhe von mindestens 20.000 Euro hatte ein Patient beantragt, der sich nach einer Infusion über eine Venenverweilkanüle in einem Krankenhaus eine MSRA-Infektion zugezogen hatte. In Folge einer Sepsis kam es unter anderem zu einem Abzess im Bereich der Lendenwirbelsäule, der neurochirurgisch versorgt werden musste. Seinen Antrag auf Zahlung eines Schmerzensgeldes in Höhe von mindestens 20.000 €uro hatte das zuständige Landgericht zurückgewiesen. Das Oberlandesgericht Hamm sprach ihm dagegen ein Schmerzensgeld in Höhe von 40.000 €uro plus Zinsen zu. Das vollständige Urteil finden Sie hier: Oberlandesgericht Hamm, 26 U 62_12

Zahnersatz muss nicht viel kosten

Entgegen einer weit verbreiteten Meinung muss Zahnersatz nicht immer viel kosten, wenn man sich nämlich für die Standardbehandlung entscheidet. Darauf weist die Unabhängige Patientenberatung Deutschalnd (UPD) hin, teilt das Versicherten- und Patientennetzwerk im Kreis Steinfurt mit. Patienten sollten ihren Zahnarzt danach befragen. Der ist verpflichtet, über verschiedene Behandlungsmöglichkeiten aufzuklären.

Näheres: www.unabhaengige-patientenberatung.de