Monatsarchive: November 2017

Kosten für Behandlung in der Türkei

Der Anspruch von Versicherten in der deutschen gesetzlichen Krankenversicherung auf Erstattung der Kosten für ärztliche Behandlungen in der Türkei ist begrenzt. Das hat das hessische Landessozialgericht entschieden.

Entscheidung Hessisches Landessozialgericht.pdf

Servicestellen müssen auch Termine für Richtlinien-Psychotherapie vermitteln

Berlin. Terminservicestellen müssen auch Termine für probatorische Sitzungen bei Psychotherapeuten vermitteln, wenn eine zeitnahe Behandlung erforderlich ist. Das hat das Bundesschiedsamt jetzt gegen die Stimmen der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) entschieden.

Demnach müssen die Patienten zunächst eine Sprechstunde besuchen, um über die Servicestellen einen Termin für eine probatorische Sitzung zu erhalten. Nur wenn der Therapeut anschließend eine psychotherapeutische Behandlung empfiehlt und diese auf dem Formular PTV 11 als „zeitnah“ erforderlich kennzeichnet, hat der Patient Anspruch. Der Beschluss sieht außerdem vor, dass die Terminservicestellen dem Versicherten einen weiteren Termin vermitteln sollen, falls sich in der probatorischen Sitzung zeigt, dass Therapeut und Patient nicht zusammenarbeiten können. Weiterlesen

Krankenkasse muss zahlen

Das An- und Ablegen des Stützkorsetts ist eine krankheitsspezifische verrichtungsbezogene Pflegemaßnahme, die im Rahmen der Behandlungssicherungspflege von der Krankenkassezu leisten ist. Das hat das Landessozialgericht Niedersachsen-Bremen am 17.10.2017 entschieden.

Stützkorsett Urteil (pdf)

Qualitätsnetzwerk spendete für Selbsthilfegruppen

(v. l.) Emilia Kowalski und Anja Jüttemann überreichten einen Scheck über 900 Euro an Norbert Klapper und Hans-Peter Metje (Vorsitzender bzw. Geschäftsführer des Paritätischen). 2010 wurde das „Qualitätsnetzwerk Gesundheit e.V“ gegründet, und zwar als Zusammenschluss von Heil- und Pflegeberufen der Region Steinfurt. Einer von vielen Vereinszwecken war es, als Verhandlungspartner für die Vertreterinnen und Vertreter der Heil- und Pflegeberufe gegenüber anderen Berufsgruppen im Gesundheitswesen und Kostenträgern aufzutreten. Zum Zeitpunkt der Vereinsgründung drohte die Etablierung einer physiotherapeutischen Praxis in Trägerschaft von Ärzten, die schließlich auch nicht verhindert werden konnte.

Insbesondere im Zusammenschluss mit Patienten und Patientenvertretungen, die durch jene Praxis Interessenkonflikte bei den Trägern und Nachteile für die Patienten feststellten, konnte die weitere Existenz der Praxis unterbunden werden, indem die Patienten das Therapieangebot verweigerten.

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