Patientenvertreter appellieren: Vom Wahlrecht auch Gebrauch machen!

Super-Wahljahr 2017: Neben der Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen und der Bundestagswahl findet in diesem Jahr auch die Sozialwahl statt. Etwa zehn Millionen Wahlberechtigte in NRW haben Post von ihrer Renten- oder Krankenversicherung erhalten mit Informationen zur Wahl der Selbstverwaltungen. Das Versicherten- und Patientennetzwerk im Kreis Steinfurt  ruft die Versicherten auf, sich an der Wahl auch zu beteiligten und die Sozialwahlen damit aus dem Schattendasein gegenüber der Landtags- und der Bundestagswahl herauszuholen.

„Nehmen Sie Ihre Mitwirkungsrechte wahr, stärken Sie die Selbstverwaltung mit Ihrer Stimme“, sagen Dorothea Stauvermann, Reiner Krauße und Norbert Klapper  vom Versicherten- und Patientennetzwerk. „Es geht um die Verwendung unserer aller Beitragsgelder. In der gesetzlichen Rentenversicherung zum Beispiel kann das Versichertenparlament entscheiden, wie die Kliniken ihr Reha-Angebot gestalten.“

Auch bei den Krankenkassen finden mit der Sozialwahl wichtige Wahlen statt. Obwohl es der Einzelne nicht unmittelbar spürt, bestimmt die Versichertenseite auch durch Ihre Stimme in der Selbstverwaltung mit. Ihre jeweilige Krankenkasse hat viele Möglichkeiten, Versorgung zu gestalten: „Lassen Sie uns unsere Möglichkeiten wahrnehmen, darauf im Sinne der Versicherten Einfluss zu nehmen,“ appellieren die drei Patientenvertreter.

Die Sozialwahl ist nach der Bundestags- und der Europawahl die größte Wahl in Deutschland. Mehr als 50 Millionen Versicherte sind aufgerufen, die Selbstverwaltungsgremien der gesetzlichen Renten- und Krankenversicherungen zu wählen. Diese „Versichertenparlamente“ entscheiden über wichtige Fragen, die sich unmittelbar auf die Beitragszahlerinnen und -zahler auswirken. So zum Beispiel darüber, wie Haushaltsgelder eingesetzt werden. Außerdem kontrollieren sie die Verwaltungen der gesetzlichen Sozialversicherung.

Sicher haben Sie, liebe Leserin und lieber Leser, bereits ein persönliches Anschreiben Ihrer Sozialversicherungen bekommen. In diesem Schreiben wird über das Wahlverfahren, die Aufgaben der zu wählenden Selbstverwaltungen und die zur Wahl stehenden Listen und Kandidaten informiert. Die Sozialwahl wird im Regelfall als Briefwahl durchgeführt, die Wahlunterlagen werden ab dem 25. April versandt, die Wahlfrist endet am 31. Mai. Für die Mitglieder der BARMER gilt wegen einer Fusion ein späterer Wahltermin.